Das Frühjahr gelockt
Rotarier überbringen Blumengrüße
Unna. Sie sind wahre „Frühlingsboten, die Mitglieder des Unnaer Rotary Clubs: Im Rahmen des Projektes „RotaFlora“ werden in allen Seniorenheimen der Stadt Blumengrüße an die Bewohner verteilt. Eine letzte Station war jetzt das St. Bonifatius Wohn- und Pflegeheim an der Mühlenstraße. In gemütlicher Runde, bei Klaviermusik und einem Gläschen Sekt, überraschten Dr. Hans Küsel und Dr. Kunibert Latos mit einigen Rotary-Freunden die Bewohner mit den blühenden Grüßen. „Für unsere Bewohner ist der Besuch – wie auch alle anderen Aktionen hier in unserm Haus – eine willkommene Ablenkung vom Alltag“, zieht Charlotte Schmidt, stellvertretende Heimleiterin, in ihre ausgesprochen positive Bewertung der Rotary-Aktion auch ein herzliches Dankeschön ein.
Sommerfest mit "König Fußball"
Ein Klassiker folgt auf den nächsten, wenn am Samstag, 3. Juli, das große Sommerfest im St. Bonifatius Wohn- und Pflegeheim steigt: Wie in jedem Jahr lädt das „Boni“ seine Bewohner, die Angehörigen, Nachbarn, Freunde und Interessierte zum Miteinander in Garten und Haus ein – und zum Abschluss gibt es Fußball total aus dem WM-Land Afrika.
In diesem Jahr beginnt das Sommerfest im „Boni“ um 11 Uhr mit einem ökumenischen Wortgottesdienst im Saal. Danach erwartet die Bewohner und Gäste ein buntes Programm mit Grillen, Musik, Unterhaltung, Spiel und Spaß. Außerdem sind schöne Dinge und Raritäten am Flohmarktstand zu erstehen.
Damit dann der pünktlich um 16 Uhr der WM-Klassiker Deutschland-Argentinien auf der Großleinwand im Kaffee geschaut werden kann, ist das Kaffeetrinken im Rahmen des Sommerfestes für 14.30 Uhr geplant. Alle Bewohner und Gäste sind dann selbstverständlich zum „Public Viewing“ mit allen Generationen herzlich eingeladen.
Für pflegende Angehörige
Kinaesthetics-Kurs
Rainer Achinger, Kinaesthetics-Trainer am Katharinen-Hospital, bietet ab 1.3.2010 einen Kurs für pflegende Angehörige zur individuellen Bewegungsunterstützung an.
„Kinaesthetics“ soll Pflegende und Pflegebedürftige zugleich entlasten und verhindern, dass die Anforderungen der häuslichen Pflege zu Überlastung führen. Die Teilnehmer lernen entweder in Kursen oder durch Hausbesuche des Kinaesthetics-Trainers, ihre eigene Bewegungsfähigkeit mit der Mobilität des Pflegebedürftigen zu koordinieren.
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„Sehr gut“ für das Boni-Heim
Als eines der ersten Häuser überhaupt wurde das St. Bonifatius Wohn- und Plfegeheim Unna im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes vom MDK begutachtet. Bereits der erste Prüfbericht war sehr positiv. Jetzt konnte Heimleiter Burkhard Keseberg die endgültige Note der Überprüfung in Empfang nehmen: „Mit der Gesamtnote 1,3 haben wir ein hervorragendes Ergebnis erzielt“, dankt er allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Der Hintergrund: Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz soll die Möglichkeit geschaffen werden, die für Verbraucher relevanten Prüfergebnisse der Medizinischen Dienste der Öffentlichkeit laienverständlich zugänglich zu machen. Zur einheitlichen Bewertung der Prüfergebnisse entschied man sich für eine Bewertungssystematik ähnlich der Schulnoten. Die Noten für Pflegequalität werden für mehr Transparenz bei den Angeboten von Heimen und Diensten sorgen.
Bewertet wurden die folgende vier Qualitätsbereiche: „Pflege und medizinische Versorgung“ – 1,3; „Umgang mit demenzkranken Bewohnern – 1,3; „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung“ – 1,3; „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene“ – 1,0. Zusätzlich ergab die Befragung der Bewohner die Note 1,0. „Diese Bestätigung der bisherigen Arbeit wird uns Motivation sein, unsere Arbeit weiterhin zu verbessern“, so Heimleiter Keseberg.
Training beugt Stürzen vor:
Das „Boni“ auf Spitzenplatz in NRW
UNNA. Die Mitarbeiter im St. Bonifatius Wohn- und Pflegeheim Unna stehen seit Jahren für ein konsequentes Handeln: „Fixierung ist für uns ein Fremdwort.“ Konkret heißt dies: Weder mit Bettgittern, noch mit Gurten oder gar Medikamenten werden die Bewohner des Boni-Heims in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Der Angst, dass deshalb mehr Stürze passieren könnten, wurde parallel mit einem umfangreichen Trainingskonzept für die Bewohner entgegengewirkt. Für die sehr erfolgreiche Arbeit im Bereich der Sturzprophylaxe erhielt das Unnaer Boni-Heim deshalb aus der Hand von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann jetzt das Gütesiegel „Sturzpräventive Einrichtung“. Damit ist das Alten- und Pflegeheim unter den ersten zehn Einrichtungen in NRW, das diese Auszeichnung führen darf.
Immer mehr rückt das Thema Sturzprophylaxe in den Mittelpunkt der Arbeit von Alten- und Pflegheimen. Vor vier Jahren führte auch das Bundesministerium einen so genannten „Expertenstandard“ für dieses Thema ein. Das St. Bonifatius Alten- und Pflegeheim hatte aber bereits im Jahr 2000 mit den ersten Maßnahmen in diesem Bereich begonnen. „Für uns steht die Würde des Menschen im Mittelpunkt. Und diese wird durch jede Form der Fixierung in Frage gestellt“, benennt Heimleiter Burkhard Keseberg die Überzeugung.
Mit diesem Hintergrund gingen die Mitarbeiter des St. Bonifatius Alten- und Pflegeheims in die Umsetzung der individuellen Präventionsarbeit gegen Stürze. „Zunächst wird bei jedem einzelnen Bewohner festgestellt, welches Sturzrisiko besteht“, schildert Martina Sommerfeld. Sie ist im Boni-Heim in Unna seit Jahren als Mitarbeiterin für die Sturzprophylaxe zuständig. Es wird genau geschaut, welche Fähigkeiten bestehen, welche Schwächen – und auch die Umgebung im Zimmer wird geprüft: Stolperkanten am geliebten Perserteppich zum Beispiel. „Der darf dann ruhig im liegen bleiben, aber wir müssen im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt einüben, dass trotz dieser Kante nichts passiert.“
Hier beginnt die präventive Arbeit mit den Bewohnern. In Gruppen aber auch individuell werden die Muskeln trainiert, Gleichgewichtsübungen absolviert und der Umgang mit Hilfsmitteln wie dem Rollator geübt. Ständig sieht man im Boni Mitarbeiter, Zivildienstleistende oder Ehrenamtliche und Angehörige in Aktion, die auf den Gängen, an den Treppen oder im Garten, die Alltagswege mit den Bewohnern einüben. „Das Programm gehört für uns zum Alltag, und das ist das Besondere“, weiß Burkhard Keseberg. Bereits viele andere Heime haben sich das Konzept im Boni bereits angeschaut.
Nicht zuletzt die hohe fachliche Bewertung durch die externe Visitation im Rahmen des Gütesiegels gibt den Mitarbeitern im Boni das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. „Aber gerade die Bewohner geben uns täglich die Rückmeldung, dass sie die Bewegungsfreiheit und das Training sehr schätzen. Schließlich macht Bewegung uns allen Freude“, weiß Martina Sommerfeld.








