Veranstaltung am 7.11. zum Thema "Wie wollen wir sterben?"

Gerne geben wir den Hinweis auf einem besonderen Vortrag unter der Fragestellung „Wie wollen wir sterben?“ in der Katharinenkirche Unna weiter. Die Heilig-Geist-Hospizstiftung Unna lädt dazu am 7.11. herzlich ein.

Viele Menschen begleiten ehrenamtlich Schwerkranke und Sterbende in den letzten Monaten und Wochen ihres Lebens. Immer wieder sind auch wir selbst vom Tod geliebter Menschen betroffen und berührt. Häufig entstehen dabei Fragen: Gibt es einen „guten Tod“? Was können wir beitragen, damit die letzte Phase des irdischen Lebens eine gute wird? Für uns selbst und bei denen, die uns nahe sind? Mit allen diesen Fragen beschäftigt sich der Moraltheologe Prof. Dr. Franz-Josef Bormann von der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Er ist Mitglied im Deutschen Ethikrat und quasi Experte für zentrale Grenz-Themen des Lebens. Der Inhalt seines Vortrags lautet: „Wie wollen wir sterben?“ Er wird am Donnerstag, 7. November 2019, um 19 Uhr in der Katharinenkirche in Unna stattfinden.

Dieser Vortrag läuft im Rahmen der Reihe „Gespräche über Leben, Sterben und Tod“ der Heilig-Geist-Hospizstiftung und ist bereits die dritte Veranstaltung in diesem Themenspektrum. In den vergangenen Jahren waren bereits Franz Müntefering und Dr. Matthias Thöns als spannende Gastredner in Unna. Immer wieder geht es uns darum, das Thema Tod und Sterben sozusagen in das Leben zurück zu holen. Unser Hintergrund: Im Mittelalter herrschte noch die Ansicht vor, ein gelungenes Leben sollte mit einem vorbereiteten und durch die Familie begleiteten Tod enden. Jäh aus dem Leben gerissen zu werden, galt als „schlechter Tod“. Heute scheint das umgekehrt zu sein. Zumindest gibt die Mehrheit der Deutschen in Umfragen an, zu Hause aber lieber „überraschend“ und unvorbereitet sterben zu wollen. Was ist also nun ein „guter Tod“ in unserer Zeit?

Mit Prof. Dr. Bormann konnte die Hospizstiftung einen wirklich besonderen Redner in unsere Region holen. Er leitet den Lehrstuhl für Moraltheologie an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. 2016 wurde Bormann als Mitglied in den Deutschen Ethikrat berufen. Zudem ist er seit 2010 Mitglied der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer.

Das Vortragsthema verspricht eine wichtige, tiefgehende und dabei vielleicht auch kontroverse Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben und Tod. Im Anschluss an die Abendveranstaltung gibt es die Gelegenheit zum Austausch. Wir hoffen, dass wir mit dieser Vortragsveranstaltung Ihr Interesse wecken konnten. Über eine Teilnahme würden wir uns sehr freuen, eine Anmeldung ist nicht notwendig.